Kurze Regelkunde Kanupolo von A-Z
Ausrüstung:
Boot, Paddel, Schwimmweste und Helm. Das Paddel sollte keine Metallkanten oder sonstige gefährliche Ecken haben. Auch sind Boote mit abgerundeten Bootsenden zu benutzen.
Ball:
Der Ball hat einen Umfang von knapp 70 cm und ein Gewicht von 400 bis 500 Gramm. Gespielt werden darf er mit der Hand oder mit dem Paddel.
Beginn:
Beide Teams reihen sich an der eigenen Torauslinie auf. Der Schiedsrichter pfeift das Spiel an und wirft gleichzeitig den Ball in die Mitte des Spielfeldes. Nur ein Spieler jedes Teams darf um den Ball sprinten.
Eckball:
Ein Eckball wird der angreifenden Mannschaft zugesprochen, wenn ein verteidigender Spieler den Ball vorher über die eigene Torauslinie beförderte. (Handzeichen Nr.5 auf Ecke zeigend)
Einwurf:
Der Einwurf, nach einem Seitenaus, darf nach vorne gespielt werden. (Handzeichen Nr.5 auf Seitenauslinie zeigend)
Gefährliches Spiel:
Als gefährliches Spiel wird gepfiffen, wenn das Paddel die Arme oder Hände des Ballführers berührt (Handzeichen Nr.13). Ebenfalls als gefährliches Spiel wird gewertet, wenn ein Spieler seinen Gegner unfair mit dem Boot attackiert. (Handzeichen Nr.11)
Neuanpfiff nach einem Tor:
Das Spiel beginnt wieder mit dem Anstoß der Mannschaft, gegen die das Tor gefallen ist. (Handzeichen Nr.3). Nach Anpfiff darf der Ball durch den ballführenden Spieler nur fünf Sekunden gehalten werden. In dieser Zeit muß der Ball zu einem Mitspieler abgespielt, oder mindestens einen Meter vorgespielt werden. (sonst Handzeichen Nr. 12)
Mannschaften:
Drei bis fünf Feldspieler plus drei Auswechselspieler. Der Torwart ist dabei nicht festgelegt. Beim Auswechseln ist darauf zu achten, dass der Feldspieler erst das Spielfeld mit seiner gesamten Ausrüstung verlassen muß, bevor der Einwechselspieler in das Spielgeschehen eingreifen kann.
Paddelgebrauch:
Das Paddel darf außer zur Fortbewegung nur zum Stoppen oder zur Abwehr des Balles aus der Luft gebraucht werden. Der Ball darf mit dem Paddel auch geworfen werden. Mit Freistoß (Handzeichen Nr.13) bestraft wird jeglicher Paddelkontakt zu den Händen des Gegners (Verletzungsgefahr).
Penalty:
Als 6-Meter-Penalty wird ein Wurf aus dem Stand auf das leere Tor (ohne Torwart) bezeichnet. Ein Penalty wird einer Mannschaft zugesprochen, wenn ein Spieler an einem 100%igen Torwurf durch grobes Foul gehindert wurde. (Handzeichen Nr.18)
Ein Penaltyschießen findet statt, wenn es nach einer Verlängerung in Entscheidungsspielen ein Unentschieden gab. In dieser Situation wird von 4,5m auf das verteidigte Tor - also mit Torwart - geworfen. Gewinner der Partie ist die Mannschaft, die nach 5 Penaltys die meisten Tore geworfen hat.
Schiedsrichterball:
In unklaren Situationen, wie z.B. Zweikämpfen, die nicht eindeutig zu erkennen sind, wird ein Schiedsrichterball gegeben. (Handzeichen Nr.9). Dabei ordnen sich die beiden ,,Kampfhähne" am Beckenrand im Abstand von einem Meter mit Blick zum Schiedsrichter an. Dieser wirft den Ball zwischen beide, die dann versuchen, nur mit der Hand den Ball zu erkämpfen.
Schiedsrichter:
Zwei Schiedsrichter leiten eine Begegnung von den beiden Spielfeldseiten und sorgen für einen regelrechten Ablauf des Spieles. Dabei gibt es bestimmte Handzeichen. Die Entscheidungen der Schiedsrichter sind endgültig.
Spielzeit: Zwei HaIbzeiten zu je 7 oder 10 Minuten und 3 Minuten Halbzeitpause.
Turniere:
Turniere werden über ausgeloste Vorgruppen bis zum Endspiel ausgetragen.
Würfe:
Freiwürfe nach einem Foul dürfen direkt (Handzeichen Nr.17) auf das Tor ausgeführt werden. Alle anderen Spielunterbrechungen (Anwurf, Aus, Ecke, Torabstoß) werden indirekt ausgeführt (Handzeichen Nr.16). Penaltys werden direkt auf das leere Tor geschossen (Ausnahme siehe unter Penalty).
Zweikämpfe:
Der ballführende Spieler kann an Arm, Schulter oder der Seite durch den Gegner mit einer Hand angegriffen werden. Es ist ausdrücklich erlaubt, ihn dabei zum Kentern zu bringen. Ebenso kann das Boot des Gegners mit dem eigenen Boot im Bereich von Bug und Heck "überfahren" werden. Wichtig bei allen Angriffen ist jedoch, dass der Torwart der verteidigenden Mannschaft, solange er das Paddel hochhält, nicht berührt werden darf. (sonst Handzeichen Nr.11)